10. September 2012
Pilz sei Dank - werden Stradivaris jetzt erschwinglich? Laut der Zeitung "Daily Telegraph", wäre das vielleicht möglich. Schweizer Holzwissenschaftler haben jetzt zwei neue Pilze entdeckt, die aus dem Holz der norwegischen Fichte und des norwegischen Bergahorn Stradivari-Holz machen. Der italienische Geigenbauer Antonio Stradivari hatte für seine weltberühmten Violinen vor allem Holz von Bäumen verwendet, die in der so genannten "kalten Periode" zwischen 1645 und 1715 gewachsen waren. Dieses Holz zeichnet sich durch besondere Dichte und Elastizität aus. Infiziere man heutiges Holz mit den Pilzen, dann entstehe ähnlich hochwertiges Holz. Musik-Experten geben den Wissenschaftlern Recht: In einem Blindtest war es ihnen nicht möglich, die Unterschiede zwischen alter Stradivari und neuer Pilzholz-Violine zu hören.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)