10. September 2012

Projekt soll radioaktive Strahlung auf wenige hundert Jahre verkürzen

Wohin mit dem Atommüll? Diese Frage ist eine Herausforderung für Politik und Industrie. Denn die hochradioaktiven Reste müssen für tausende Jahre sicher aufbewahrt werden.

Das Online-Magazin "Technology Review" berichtet über ein Experiment im belgischen Mol, mit dem der Zeitrahmen auf wenige hundert Jahre verkürzt werden soll.

Die Technik wird dem Bericht zufolge Transmutation genannt. Dabei wird der radioaktive Abfall mit Neutronen beschossen. Die Idee ist, dass dann harmlosere Elemente entstehen, die kürzer strahlen.

Das Magazin beschreibt die Utopie überspitzt so: "Keine Castor-Transporte mehr, keine überquellenden Zwischenlager, kein Streit um Endlager."

Die ersten Ergebnisse des Experiments, das seit Ende vergangenen Jahres läuft, sind laut "Technology Review" positiv. Wenn es so weitergehe, könnte demnach 2020 der erste Transmutationsreaktor seinen Betrieb aufnehmen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)