10. September 2012

Schlechtere Bildungschancen für Kinder aus Nicht-Akademiker-Familien

Thema ist es seit Jahrzehnten. Jetzt zeigt eine Studie im Auftrag der Vodafone-Stiftung: Kinder aus Arbeiterfamilien haben trotz der Bildungsreformen der Vergangenheit nach wie vor schlechte Chancen, ein Studium aufzunehmen. Das Mannheimer Zentrum für europäische Sozialforschung kommt zu dem Schluss, dass die Zugangswege zum Studium immer noch sozial selektiv sind. So verfügten Akademiker-Kinder über eine sechsmal so hohe Chance, an die Uni zu gehen als Kinder von Eltern ohne Hochschulabschluss. Der Autor der Studie, Steffen Schindler, sagte in unserem Schwestersender "Deutschlandfunk", dass außerdem die Studierbereitschaft von Schülern aus bildungsfernen Familien rapide zurückgegangen sei. Politik und Schule seien gefordert, hier neue Wege aufzuzeigen und früher dafür zu sorgen, dass junge Menschen ein Studium für sich ins Auge fassten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)