10. September 2012

Kinderpornografie im Netz: Massive Kritik an Piratengründer

Der Gründer der schwedischen Piratenpartei hat sich "im Denken verfangen". So lautet das Urteil des deutschen Chefs der Piraten, Bernd Schlömer, über Rick Falkvinge. Der Schwede hatte in einem Blogeintrag gefordert, den Besitz von Kinderpornos in den nächsten zehn Jahren zu legalisieren. Er begründet das unter anderem damit, dass in der medialen Welt heute aufreizende Darstellungen unter Jugendlichen ohne Hintergdanken gemacht würden und damit der Normalfall seien. Ein Verbot führe in die Zensur, brächte nur Unsicherheit und würde letztlich die Aufklärung von "echten" Sexualstraftaten erschweren.

Die deutsche Piratenpartei widerspricht dem. Schlömer sagte, wie die Gesellschaft im Allgemeinen brauche auch die digitale Gemeinde Regeln des guten Miteinanders und ein funktionierendes Rechtssystem.

Falkvinge gründete 2006 die Piratenpartei in Schweden und war bis Anfang 2011 ihr Vorsitzender.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)