10. September 2012
In Bochum gehen Mediziner neue Wege im Kampf gegen Querschnittslähmungen. Heute hat dort das europaweit erste Zentrum für Neurorobotales Bewegungstraining eröffnet.
Bestimmten Querschnittsgelähmten wird dort mit einem 14-Kilo-schweren Roboteranzug geholfen. Die Patienten werden mit Sensoren verkabelt. Die Kontakte auf der Haut wiederum liefern Impulse an den Roboter. Der führt dann die Schritte aus, die der Patient wegen der zu schwachen Nervenreize und der schwachen Muskulatur nicht ausführen kann. Ist das Training erfolgreich, übernimmt der Körper wieder die Funktion des Roboters.
In den vergangenen Monaten haben drei Querschnittsgelähmte die neue Therapiemöglichkeit in Bochum getestet. Einer der Patienten, der vorher nur wenige Meter gehen konnte, kann jetzt mit einem Rollator 1.000 Meter ohne Roboter zurücklegen. Die Mediziner betonen aber, dass der Roboteranzug nicht für alle Querschnittsgelähmten geeignet ist. Zerstörte Nervenbahnen werden nicht geheilt
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)