11. September 2012

Wissenschaftler finden Genmutationen bei Nebennierenkrebs

Nebennierenkrebs ist selten - und häufig tödlich. Forscher der Universitäten von Michigan in den USA und Sao Paolo in Brasilien haben sich deshalb zusammengetan, um ausreichend Probanden für eine Studie zu der Krebsart zu finden. Offenbar mit Erfolg: Nach der Untersuchung von Zellproben von 118 Menschen mit gutartigen oder bösartigen Nebennierentumoren stießen sie auf zwei Genmutationen, die für den Krebs verantwortlich sein könnten. Darüber berichten sie im Fachmagazin "American Journal of Pathology". Die eine Mutation kam demnach sehr häufig in gutartigen Tumoren vor, die andere in den bösartigen Geschwüren. Wenn die Mutationen zusammen auftauchten, hatte der Patient meist eine besonders schlechte Überlebenschance.

Die Wissenschaftler wollen nun nach Wegen suchen, die Mutationen zu stoppen. In Deutschland erkranken pro Jahr rund 100 Menschen an Nebennierenkrebs. Betroffen sind oft auch junge Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Mehr als die Hälfte der Patienten stirbt in den ersten drei bis vier Jahren nach der Diagnose.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)