11. September 2012
le wi bu - fi bi to - le fa bu. So oder so ähnlich hören sich die Kunstwörter an, mit denen Forscher aus Leipzig Babys und Erwachsene beschallt haben. Sie wollten herausfinden, wie Kleinkinder Sprachen lernen. Sie spielten ihren Probanden drei-silbige Phantasieworte vor, die bestimmten Regeln folgten. Was mit "le" begann, endete zum Beispiel immer auf "bu". Dieses Prinzip steckt hinter vielen grammatikalischen Regeln.
Manchmal jedoch verletzten die Forscher im Versuch die Regeln und registrierten dann die Hirnströme. Es zeigte sich: Babys im Alter von drei Monaten erlernten die Regeln einer Sprache schneller als Erwachsene - und zwar lange bevor sie selbst anfingen zu sprechen. Die Studie ist nachzulesen im Fachmagazin"PNAS".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)