11. September 2012
Der Medienhype zum Thema Glück macht die Menschen unglücklich.
Davon ist der Philosoph und Autor Wilhelm Schmid überzeugt. In der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift "Psychologie heute" sagte Schmid, Menschen, die vorher mit ihrer Lebenssituation einigermaßen zufrieden waren, würden sich mittlerweile Vorwürfe machen. Diese Menschen fühlten sich als Versager, weil sie ihren Glückserwartungen nicht gerecht werden könnten. Die Enttäuschung beruhe auf dem Irrtum, man könne das Glück festhalten. Glück sei aber immer eine Momentaufnahme. Viele hasteten deshalb heute von einem Wohlgefühl zum nächsten. Doch wer erwarte, dass das Leben immer nur Freude mache, der könne nur scheitern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)