11. September 2012
Beim Thema Antibiotika in der Tiermedizin geht es häufig um die Frage: Wie können Resistenzen gegen die Wirkstoffe verhindert werden? Besonders heikel ist das Thema bei solchen Mitteln, die auch für die Humanmedizin wichtig sind. Entwickeln sich hier Resistenzen, können schwere bakterielle Infektionen beim Menschen nicht mehr effektiv behandelt werden. In der Kritik stehen deshalb insbesondere zwei "Reserveantibiotika" - das sind spezielle Medikamente, die nur bei schweren Infektionen angewandt werden. Sie sind sowohl für die Human-, als auch für die Tiermedizin zugelassen.
Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Berlin mitteilt, werden sie in der Tiermedizin aber weitaus weniger eingesetzt, als bislang angenommen. Demnach waren unter den rund 1700 Tonnen Antibiotika, die im Jahr 2011 an Tierärzte abgegeben wurden, nur knapp 12 Tonnen "Reserveantibiotika". Der Bundesverband praktizierender Tierärzte will nun untersuchen, wo und wie die einzelnen Antibiotika angewandt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)