12. September 2012

Politikwissenschaftler: Euro-Krise kann Demokratie verbessern

Die Euro-Krise könnte dazu führen, dass sich die Demokratie zum Besseren entwickeln wird. Dieser Meinung ist der Politikwissenschafter Volker Boehme-Neßler von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" schreibt er, die Globalisierung habe die Demokratie auf nationaler Ebene entwertet. Entscheidungen würden auf internationaler Ebene getroffen, etwa durch die Europäische Union. Boehme-Neßler ist der Ansicht, dass sich zunehmend alternative Formen der Mitsprache entwickeln, etwa in globalen Netzwerken wie der Occupy-Bewegung. Langfristig müssten aber Formen entstehen, die auch demokratisch legitimiert seien. Über Fragen wie den Europäischen Rettungsschirm etwa könnten dann vielleicht die Bürger direkt entscheiden - ohne zwischengeschaltete Parlamente.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)