12. September 2012

Pilze sollen verseuchte Böden reinigen

Es wäre zu schön: Ein Pilz im Boden hilft, Verschmutzungen zum Beispiel durch Öl abzubauen. Forscher aus Leipzig sind dabei, diese Methode zu testen. Es geht um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe - das sind natürliche Bestandteile von Erdöl oder Kohle. Die haben sich oft als Schadstoffe auf dem Gelände ehemaliger Kokereien oder Raffinerien abgelagert.

Die Wissenschaftler berichten in einem Fachmagazin ("Enviromental Science & Technology"), dass die Stoffe mit Bakterien abgebaut werden könnten. Das Problem sei aber, Schadstoffe und die Bakterien zusammenzubringen. Dabei sollen Pilze helfen, die unter der Erde ein weites Geflecht bilden. Im Laborversuch stellten die Forscher fest, dass die Pilzfäden die schädlichen Substanzen transportieren können.

Das Experiment soll jetzt in größerem Umfang auf einem Versuchsfeld bei Berlin wiederholt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)