12. September 2012
Ihnen half eine Brücke aus Eis und das vor gar nicht so langer Zeit: Polarfüchsen, die sich auf Island verbreitet haben. Die kamen nach Angaben britischer Forscher auf Eis über den Nordatlantik - und das nicht nur vor tausend Jahren, sondern auch vor wenigen hundert. Die Forscher schreiben im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B", dass vor etwa 200 bis 500 Jahren eine Eisbrücke Island mit anderen Regionen der Arktis verband. Die Füchse seien so aus Russland und Nordamerika auf die Insel gekommen.
Den Füchsen half demnach eine Kälteperiode zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert, die "Kleine Eiszeit" genannt wird. Die Wissenschaftler haben mit Erbgutanalysen ermittelt, dass sich die Polarfüchse auf Island so in zwei Schüben entwickeln konnten. Die ersten Tiere seien im 9. Jahrhundert - auch über das Eis - nach Island gekommen. Nach einigen hundert Jahren Pause habe dann die Kleine Eiszeit dafür gesorgt, dass weitere Polarfüchse auf die Insel übersiedelten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)