12. September 2012

Klimawandel beeinträchtigt Gewässergüte an Trinkwasser Talsperren

Mal wieder ist der Klimawandel schuld. Diesmal geht es um die Wasserqualität von Trinkwasser-Talsperren. Hydrobiologen der TU Dresden haben gemeinsam mit der Sächsischen Akadamie der Wissenschaften Langzeitforschungen an zwei Talsperren im Erzgebirge durchgeführt. In den siebziger und achtziger Jahren gab es demnach durch phosphorhaltige Waschmittel und landwirtschaftliche Düngung noch einen hohen Nährstoffeintrag, der das Wachstum von Algen und Bakterien begünstigte. In den folgenden Jahrzehnten habe es eine geringere Nährstoffbelastung gegeben. Wider Erwarten habe das aber keine geringere Algenentwicklung zur Folge gehabt. Eine mögliche Ursache dafür sei der Klimawandel. Weniger Eis im Winter und längere Wachstumsmöglichkeiten im Frühjahr könnten zu einer stärkeren Entwicklung von Algen geführt haben. Ein zweiter Faktor sei eine Veränderung der Niederschläge. Durch Maßnahmen bei häufigem, heftigen Regen ginge das hochwertige Rohwasser aus den tiefen und kühlen Schichten verloren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)