12. September 2012
Für viele Operationen werden Menschen in eine künstliche Bewusstlosigkeit versetzt. Trotz moderner Methoden kommt es in Ausnahmefällen dazu, dass der Patient während der OP aufwacht. Forscher der TU München und vom Max-Planck-Institut für Psychatrie haben deshalb die Veränderungen des Gehirns während einer Bewusstlosigkeit untersucht. Sie fanden heraus, dass sich die Funktion des Gehirns verändert, wenn jemand durch Narkose sein Bewusstsein verliert. Theoretische Modelle gehen davon aus, dass Bewusstsein zustande kommt, indem Informationen ins Gehirn integriert werden. Verliere ein Mensch das Bewusstsein, vermindere sich diese Integration.
Die Studie ist Teil eines groß angelegten Forschungsprojekts. Beteiligte Wissenschaftler wollen durch ihre Erkenntnisse erreichen, dass die Bewusstlosigkeit während einer Operation besser überwacht werden kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)