13. September 2012
Woher kam das Findelkind Kaspar Hauser? War er einfach irgendein Kind oder vielleicht das Kind der Erzherzogin von Baden?
Die Antwort könnte mit den heutigen technischen Mitteln ein DNA-Vergleich bringen. Die vermeintlichen, bürgerlichen Eltern Hausers sind in einer Gruft im badischen Pforzheim bestattet, ebenso Kaspar Hauser selbst. Auch gibt es DNA-Proben von direkten Nachfahren der Erzherzogin. Die Zeitung "Die Welt" berichtet über den Streit, der über Hausers Abstammung entfacht ist. Ein Historiker versuche, die Gräber mit rechtlichen Mitteln öffnen zu lassen. Das Haus Baden wehre sich gegen eine Graböffnung, um die Totenruhe zu wahren. Zuständig ist laut der "Welt" eigentlich das Land Baden-Württemberg, allerdings gebe es Unklarheit darüber, wem die Särge gehörten und ob es Hausers Sarg überhaupt noch gebe.
Zur Herkunft Kaspar Hausers gab es schon mehrere Untersuchungen: Eine Analyse des "Spiegel" von Blut auf seiner Unterwäsche hatte ergeben, dass er kein Erbprinz war. Die DNA-Analyse mit Nachfahren der Herzogfamilie hatte eine Verwandtschaft dagegen nahegelegt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)