13. September 2012

"Welt-Sepsis-Tag": Viele Todesfälle durch Blutvergiftung wären vermeidbar

Jeder dritte könnte eigentlich gerettet werden. Nach Einschätzungen von Experten sterben in Deutschland rund 60.000 Menschen jährlich an einer Blutvergiftung. Laut Global Sepsis Alliance (GSA) könnten etwa 30 Prozent der Todesfälle verhindert werden - mit besserer Hygiene und Impfungen.

Das Problem: Die Menschen wüssten zu wenig über die Krankheit; unter ihrem wissenschaftlichen Namen "Sepsis" sei sie vielen nicht einmal bekannt. Häufig seien auch die behandelnden Ärzte nicht gut genug informiert - und diagnostizierten lediglich Folgeerkrankungen wie etwa eine Lungenentzündung, ohne die Ursache zu erkennen. Bei einer Sepsis gelangen Erreger ins Blut und befallen ein Organ nach dem anderen.

Die GSA ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss von Medizinern zur Aufklärung über die Gefahren und die Bekämpfung der Blutvergiftung mit Sitz in Jena. Sie hat für heute erstmals den "Welt-Sepsis-Tag" ausgerufen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)