13. September 2012
Wo gestern ein Gletscher war, ist morgen ein See. Durch das veränderte Klima schmelzen im Alpenraum die Gletscher. Momentan verlieren sie zwei bis drei Prozent ihres Volumens pro Jahr. Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Umwelt könnten sich dadurch 500 bis 600 Seen bilden. Das Forschungsprogramm "Nachhaltige Wassernutzung" hat sich das Potenzial dieser neuen Seen angeschaut.
Das Ergebnis: Gletscherseen seien zwar für den Tourismus interessant, das Verschwinden der Gletscher bringe aber auch ein erhebliches Gefahrenpotenzial mit sich. Von den Steilhängen könnten Steine herabfallen, von der Gletscherzunge könne sich Eis lösen. Steine und Eis könnten außerdem eine Flutwelle auslösen. Diese Gefahr ließe sich durch einen Staudamm bannen. Der würde aber wiederum die touristische Attraktivität eines Tals schmälern. Die Forscher schlagen vor, erst einmal die rechtlichen Fragen zur Verantwortlichkeit für die neuen Seen zu klären und dann Konzepte zur Nutzung zu erstellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)