14. September 2012

Rückspiegel: Vor 200 Jahren marschierte Napoleon in Moskau ein

Heute schauen wir auf den 14. September 1812. Vor genau 200 Jahren zog Napoleon mit seinen Truppen in Moskau ein. Im Frühjahr des selben Jahres war der französische Kaiser mit mehr als 600.000 Soldaten aufgebrochen, weil Russland sich nicht an der Handelsblockade gegen Großbritannien beteiligen wollte. Die Truppen des russischen Zaren wichen einem Kampf mit der Grande Armée aus. Stattdessen hinterließen sie "verbrannte Erde", das heißt sie vernichteten alles, was Napoleon hätte von Nutzen sein können.

Als Napoleon schließlich in Moskau ankam, fand er die Stadt fast verlassen vor. Am Tag darauf brachen vielerorts Feuer aus. Zwei Drittel der Stadt brannten nieder.

Napoleons Armee harrte einen Monat in Moskau aus. Weil der Zar aber kein Friedensangebot machte, zog die Truppe wieder ab. Nur einige hundert Soldaten erreichten Frankreich unverletzt. Der Russlandfeldzug war zur ersten großen Niederlage für Napoleon geworden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)