14. September 2012
Was kommt nach einer ersten Annäherung von einstigen politischen Erzfeinden? Natürlich die Folgschaft auf Twitter. Der Chef der kolumbianischen FARC-Guerilla, Timoléon Jiménez, hat dort ein Konto eröffnet. Bisher folgt er nur fünf anderen Twitterern, dazu gehört Präsident Juan Manuel Santos. Vor kurzem hatten beide nach zehnjähriger Funkstille einen neuen Anlauf für Friedensgespräche vereinbart. Die FARC kämpft in Kolumbien seit knapp 50 Jahren, wie sie sagt, für eine kommunistische Revolution. Seitdem wurden zehntausende Menschen getötet.
In Jiménez' erstem Tweet heißt es: Ganz Kolumbien werde entscheiden zwischen Frieden und Gerechtigkeit, wie sie die FARC anböten, und einem vom Präsidenten angeordneten unendlichen Krieg. Bis zur Facebook-Freundschaft ist es wohl noch ein weiter Weg.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)