14. September 2012
Herzschrittmacher könnten ein zweites Leben haben. Denn sie haben nach dem Tod des Patienten mitunter noch genug Batterieleistung, um einem zweiten Menschen zu helfen. Das schreiben US-Wissenschaftler im "American Journal of Cardiology". Sie hatten bei 300 Autopsien insgesamt 27 Herzschrittmacher gefunden. Davon hätten noch acht Schrittmacher über mehr als vier Jahre Batterieleistung verfügt. Damit könnten sie bei Patienten in Entwicklungsländern eingesetzt werden.
Ein Herzschrittmacher kostet rund 5.000 US-Dollar, für viele Menschen dort unerschwinglich. Noch ist unklar, ob gebrauchte Herzschrittmacher in großem Stil gespendet werden können. Laut US-Gesundheitsbehörden sind sie nur für den einmaligen Gebrauch zugelassen. Weltweit sterben ein bis zwei Millionen Menschen, weil sie keinen Zugang zu Herzschrittmachern haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)