14. September 2012
"Google hat sich richtig verhalten, als es den Zugang zum islamfeindlichen Film in zwei muslimischen Ländern geblockt hat." Das sagte der US-Rechtsprofessor Peter Spiro in der "New York Times." Trotzdem werfe dieser Fall viele Fragen auf. Es müsse geklärt werden, wann Google selbst über solche Sperrungen entscheiden dürfe. Unklar sei, was geschehe, wenn Google, als weltweite Suchmaschine Nummer eins, diese Blockaden ausbaue und damit die Informationsfreiheit beschneide.
Der Trailer des Films hatte gewalttätige Proteste und Angriffe gegen US-Einrichtungen in muslimischen Ländern provoziert.
Auch hinter den Kulissen gibt es Ärger. Der amerikanische Blog "Gawker" berichtet, Mitwirkende des Films seien über den tatsächlichen, islamfeindlichen Inhalt im Unklaren gelassen worden. Eine Schauspielerin sagte dem Blog, sie habe gedacht, der Film heiße "Wüstenkrieger" und handle vom Leben in Ägypten vor 2.000 Jahren. Die ursprünglichen Dialoge wurden demnach im Nachhinein überspielt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)