14. September 2012
Es ist nicht möglich, das Bruttoinlandsprodukt wachsen zu lassen und gleichzeitig die Ökosphäre zu entlasen. Dieser Meinung ist der Volkswirt Niko Paech von der Universität Oldenburg. Hier bei "DRadioWissen" sagte er, ökologische Probleme könnten nur gelöst werden, wenn die Wirtschaft aufhöre zu wachsen oder sogar schrumpfe. Dann gebe es zwar weniger Jobs. Genügend Arbeitsplätze könnten aber sowieso nur durch eine Umverteilung der Arbeit erreicht werden.
Die heutige Biogesellschaft, zu der zum Beispiel Menschen gehören, die im Supermarkt auf Bioprodukte achten, findet Paech nicht glaubwürdig. Sie könne sogar sehr schädlich sein. Menschen kauften Dinge wegen der Symbolik, sie legten sich quasi symbolisch eine Form der ökologischen Verantwortung zu. Damit würden all die anderen Dinge kompensiert, die im eigenen Leben nicht nachhaltig seien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)