14. September 2012

Lebensgemeinschaften in gemäßigten Breiten sind spezialisierter als in den Tropen

Wer mit wem? Unter diesem Motto haben sich Forscher in einer weltweiten Studie angeschaut, welche Vögel und Insekten auf welche Pflanzen spezialisiert sind. Im Fachmagazin "Current Biology" schreiben sie, samenausbreitende Vögel und bestäubende Insekten seien in den Tropen weniger auf einzelne Pflanzen spezialisiert als ihre Gegenparts in den gemäßigten Breiten. Das widerspräche der bisherigen Lehrmeinung. Jetzt habe sich gezeigt, dass die Spezialisierung zwischen Tier- und Pflanzenarten eher eine Folge der aktuell vorhandenen Ressourcen sei als das Ergebnis langfristiger Anpassungsprozesse.

Das habe Vorteile für die Pflanzen in den Tropen. Sie seien sozusagen besser risikoversichert also die Pflanzen in den gemäßigten Breiten. Wenn sie von mehreren Tierarten angeflogen würden, verringere sich für sie das Risiko auszusterben, wenn einzelne Samenausbreiter oder Bestäuber verschwänden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)