14. September 2012
"Natürlich war es inszeniert." Wladimir Putin hat in einem Interview erstmals zugegeben, dass einige seiner Medienauftritte als starker Mann nicht echt waren. So berichtet es die Journalistin Mascha Gessen nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten im Kreml.
Demnach hält Putin manche seiner gefilmten Heldentaten selbst für übertrieben. Dennoch seien die inszenierten Begegnungen mit Tigern, Schneeleoparden und ein Tauchgang zu antiken Amphoren seine Ideen gewesen. Damit habe er die Menschen auf Umweltschutz und Geschichte aufmerksam machen wollen.
Nach und nach war bekannt geworden, dass die Raubtiere für die "spontanen" Treffen aus Zoos angefahren wurden, die Amphoren sind laut Putin selbst ebenfalls auf dem Meeresgrund platziert worden. Überraschend ist, dass Putin sich ausgerechnet der Journalistin Gessen anvertraut hat. Sie hat eine kritische Biographie über Putin geschrieben. Der Kreml bestätigte Gessens Wiedergabe des Interviews.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)