17. September 2012
Wer eine Tierart erstmals wissenschaftlich beschreibt, darf einen Namen für sie aussuchen. Biologen aus Frankfurt am Main haben dieses Recht für ein politisches Statement genutzt. Sie entdeckten eine neue Schlangenart in Panama und gaben ihr den Namen Sibon noalamina. Sibon bedeutet soviel wie schnecken-fressende Natter, politisch wird's im zweiten Teil: "no a la mina" heißt auf Spanisch "Nein zur Mine".
Die Wissenschaftler des Senckenberg-Forschungsinstitutes protestieren mit diesem Namen gegen den Bergbau in der Region. Durch die Eingriffe des Menschen in die Natur sei der Lebensraum der Natter und vieler anderer Reptilien- und Amphibien-Arten in Panamas Hochland akut bedroht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)