17. September 2012

Gepfefferte Preise auf dem Pfeffermarkt

Dort, wo der Pfeffer wächst, gibt es Protest - gegen zu niedrige Pfefferpreise. Der weltweit größte Pfefferanbauer Vietnam hat sich kurzfristig aus dem Markt zurückgezogen und so das Angebot verknappt. Das Land will damit die Preise steigen lassen. Wie der Fachverband der Gewürzindustrie in Bonn mitteilte, müssen sich die Verbraucher deshalb darauf einstellen, für das Lieblingsgewürz der Deutschen mehr zu zahlen: mit einem Preisanstieg von zehn bis 20 Prozent sei zu rechnen, weil die anderen Pfeffermärkte von Brasilien bis Indonesien die Lücke nicht füllen könnten.

Ähnlich wie der weltweite Getreidemarkt leidet auch der Gewürzmarkt unter widrigen Wettereinflüssen: In Indien war der Monsun zu schwach, in Indonesien die Luftfeuchtigkeit zu hoch, und in der Türkei hat ein strenger Winter die Saat beschädigt - auch Kräuter und Gewürze wie Muskatnuss, Paprika, Nelken oder Oregano dürften nach Verbandsangaben deshalb teurer werden. Gewürze werden in Wurst, Käse, Brot und vielen anderen Lebensmitteln verarbeitet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)