17. September 2012
Erst jetzt wird das Ausmaß deutlich. Das sagt der stellvertretende Unions-Fraktionschef Johannes Singhammer zu den neuesten Statistiken über Spätabtreibungen. Wie die "Rheinische Post" aus Düsseldorf berichtet, gab es im vergangenen Jahr 480 Schwangerschaftsabbrüche ab dem sechsten Monat - zehn Jahre zuvor zählte das Statistische Bundesamt 177 Spätabtreibungen.
Eine Gesetzesänderung hat vor zwei Jahren die Regeln zu Spätabtreibungen verschärft - seitdem müssen sie unter anderem streng dokumentiert werden. Singhammer sagte der "Rheinischen Post", das Gesetz sei daher auch ein Beitrag zur Wahrheit und Klarheit. Spätabtreibungen sind aus medizinischen Gründen gesetzlich erlaubt, wenn zum Beispiel das Leben der Mutter gefährdet ist oder das Kind nach der Geburt kaum lebensfähig wäre.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)