17. September 2012
Wenn Medien über islamistischen Terrorismus berichten, verwenden sie häufig Sprachbilder. Linguisten aus Berlin haben erforscht, welche. Sie fanden heraus, dass am häufigsten Vergleiche zu Krankheiten und zu Ungeheuern gezogen werden. Der Terrorismus ist dann ein "Krebs" oder "Virus" - oder eine "Krake". Solche Metaphern seien sehr emotional besetzt. Vor allem in der Boulevardpresse suggerierten sie, dass der Terrorismus sich schnell ausbreite, lebensbedrohlich und nur sehr schwer zu besiegen sei. Die Studie wurde am Institut für Sprache und Kommunikation der TU Berlin erarbeitet. Die Forscher untersuchten rund 100.000 deutschsprachige Zeitungsartikel zum Thema, die seit 1993 erschienen sind.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)