17. September 2012

Fujifilm steigt aus dem Geschäft mit digitalem Kinofilmmaterial aus

Es gibt sie noch, die Kinos, die sich gegen die Digitalisierung stemmen und auf analoge Technik setzen. Aber sie werden es künftig noch schwerer haben, weiterzumachen. Das japanische Unternehmen Fujifilm will sich aus dem Geschäft mit analogem Kinofilmmaterial bis März 2013 zurückziehen. Grund sei der Vormarsch digitaler Technik in der Filmindustrie, heißt es von dem Unternehmen. Zwar habe sich Fujifilm bemüht, die Produktionskosten für analoge Filme zu reduzieren. Die Nachfrage sei aber dennoch so dramatisch geschrumpft, dass sich die Herstellung nicht mehr rentiere.

Befürworter der Digitalisierung loben die besseren und schärferen Bilder. Vor allem aber lässt sich mit digitalen Kopien auf Festplatten flexibler und billiger arbeiten, als mit Filmrollen. Allerdings ist die Umrüstung teuer. Sie kostet pro Kinosaal zwischen 70.000 und 100.000 Euro.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)