17. September 2012

Meisen lernen Miniermotten mögen

So manches Problem kann die Natur selbst regeln. Das zeigt sich in diesem Jahr bei den Kastanienbäumen. In Berlin hat die Senatsverwaltung festgestellt, dass die Schäden durch die Miniermotte zurückgehen. Henning Schahin vom Referat für Stadtgrün erklärt sich das damit, dass die heimische Fauna sich langsam an die eingewanderten Insekten anpasst. Besonders Meisen fräßen die Motten inzwischen gerne von den Blättern. Die Miniermotte ist eine Schmetterlingsart, die aus Südosteuropa eingewandert ist. Ihre Raupen fressen Gänge in die Kastanienblätter. Die werden dann braun und fallen ab. Der Baum stirbt davon nicht, wird aber geschwächt. In Berlin und anderen deutschen Städten war die Weißblühende Rosskastanie erstmals im Jahr 2002 stark von der Miniermotte befallen. - An den Straßen der Hauptstadt stehen nach Angaben der Verwaltung übrigens etwa 20.000 Bäume dieser Art.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)