18. September 2012
Der Übeltäter ist noch älter als gedacht. Der Computervirus "Flame", der Rechner weltweit befallen hatte, stammt schon aus dem Jahr 2006. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie mehrerer Sicherheitsfirmen (Symantec, Kaspersky) und anderer Organisationen, darunter das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Zunächst war man davon ausgegangen, dass Flame erst seit 2009 existiert. Laut dem jetzt veröffentlichten Bericht setzt sich Flame zudem aus noch mehr Einzelteilen zusammen, als bisher angenommen und steht in Zusammenhang mit mindestens drei weiteren Viren.
Bereits bekannt war, dass das Schadprogramm sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt und so angelegt war, dass es seine Herkunft und seine Ziele zunächst verschleiert. Auch in dem jetzigen Bericht heißt es, die einzelnen Komponenten seien noch nicht alle verstanden. Mindestens eine davon sei noch in Aktion.
Der Virus Flame war 2012 entdeckt worden. Er wird auch mit dem Virus Stuxnet in Verbindung gebracht. Die meisten damit infizierten Systeme waren im Iran aufgetaucht. Deshalb gibt es Mutmaßungen, dass es sich ursprünglich um einen Cyberangriff auf das iranische Atomprogramm gehandelt hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)