18. September 2012
Der Schaden beträgt 71,2 Millionen Euro. Das ist die Bilanz des Bundeskriminalamtes in Sachen Cyberkriminalität im vergangenen Jahr. Das BKA und der Branchenverband Bitkom erfassten für 2011 insgesamt knapp 60.000 Fälle von Cyberkriminalität. Das entspreche etwa dem Wert aus dem Vorjahr.
Zugenommen habe allerdings der Diebstahl digitaler Identitäten, wie etwa das sogenannte "Phishing" im Zusammenhang mit Onlinebanking. Auch die Zahl der digitalen Erpressungen habe zugenommen. Dabei fordern Täter Lösegeld für gestohlene Daten. Immer beliebtere Ziele für Angriffe seien Smartphones und andere mobile Endgeräte.
Dem Kriminalitätsbericht zufolge haben im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der privaten Internetnutzer persönliche Erfahrungen mit Internetkriminalität gemacht. Bei jedem Dritten war der Computer mit einem Virus oder anderen Schadprogrammen infiziert. Auch Unternehmen sind betroffen: 40 Prozent meldeten Angriffe auf ihre IT-Systeme, einem Drittel seien bereits Daten gestohlen worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)