18. September 2012
Das Chronische Erschöpfungssyndrom bleibt den Medizinern ein Rätsel. Zuletzt ging man davon aus, dass die Krankheit von Viren ausgelöst wird. Aber das hat eine aktuelle Studie nun widerlegt.
Im Auftrag einer US-amerikanischen Gesundheitsbehörde untersuchten die Wissenschaftler knapp 300 Patienten, die unter dem Erschöpfungssyndrom leiden. Bei keinem einzigen von ihnen seien die zwei Virenarten gefunden worden, die man bisher im Verdacht hatte, schreiben die Forscher in einem Fachmagazin (mBio). Auch andere Erreger konnten nicht nachgewiesen werden.
An der Studie waren auch Forscher beteiligt, die 2009 und 2010 die ersten Arbeiten über die Viren-Theorie veröffentlicht hatten. Mithilfe der nun gewonnenen Daten und Blutproben will man noch weiter arbeiten, um vielleicht doch noch den Auslöser der Krankheit aufzuspüren.
Wer unter dem Chronischen Erschöpfungssyndrom leidet, ist ständig müde und schlapp. Häufig kommen noch Schmerzen oder Gedächtnis- und Schlafstörungen dazu.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)