18. September 2012
Ist ein Staat verantwortlich für die Gesundheit von Tiefseetauchern? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit heute der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
Sieben Männer haben gegen Norwegen geklagt. Sie hatten zwischen 1965 und 1990 für Erdölfirmen in der Nordsee als Taucher gearbeitet und zum Teil bleibende Behinderungen davon getragen. Aus ihrer Sicht hat der Staat Norwegen ihre Gesundheit und ihr Leben nicht ausreichend geschützt. Die Taucher hätten demnach vor den Gefahren ihrer Tätigkeit gewarnt werden müssen.
Ein Vertreter der norwegischen Regierung wies das zurück. Für die Männer seien die Ölfirmen verantwortlich gewesen. Wann in dem Fall ein Urteil gesprochen wird, steht noch nicht fest.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)