18. September 2012
"Journalisten dürfen soziale Netzwerke nicht als Selbstbedienungsladen missbrauchen." Mit dieser Aussage hat der Deutsche Presserat auf die steigende Zahl von Beschwerden reagiert. Demnach landen zunehmend Privatfotos aus Netzwerken wie Facebook in der Presse.
Auch insgesamt hat die Zahl der Beschwerden beim Presserat in den letzten Jahren zugenommen, im Jahr 2011 waren es mehr als 1.300. Aktuell wird beispielsweise die Berichterstattung über Bettina Wulff kritisiert. Noch in diesem Monat beschäftigt sich ein Ausschuss des Presserats mit dem Papst-Titelbild der Satirezeitschrift "Titanic", über das sich 182 Menschen beschwert haben. Weitere 70 Beschwerden liegen gegen die Kolumne des "Bild"-Autors Franz Josef Wagner über die Ehe von Homosexuellen vor.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)