19. September 2012
"Methanfressende Mikroben" - die gibt es tatsächlich und sie sind auch noch ein gutes Zeichen.
Ein internationales Team von Meeresforschern, darunter einige vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, war vier Wochen lang vor der Küste von Spitzbergen unterwegs und hat mit einem Tauchboot unterseeische Methangas-Quellen untersucht.
In der Klimawandelforschung gibt es nämlich die Vermutung, dass solche Quellen durch die Erwärmung der Meere häufiger auftreten - weil sich sogenannte Methanhydrate auflösen, die bei kalten Temperaturen am Boden gebunden sind. Damit käme zusätzliches Methan in die Atmosphäre, das wiederum den Klimawandel in den nächsten Jahren noch beschleunigen würde. Ein Teufelskreis also. Die Forscher haben sich einige Quellen genauer angesehen und dabei festgestellt, dass zumindest diese nicht erst in den letzten Jahren entstanden sein können. Denn: An ihnen finden sich Methanfressende Mikroben - die sich nur sehr langsam entwickeln.
Die Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass die untersuchten Quellen schon seit Jahrhunderten sprudeln - und dass der Mensch deshalb nichts damit zu tun hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)