19. September 2012
Fast jeder zweite Fall bleibt undiagnostiziert.
Das ist ein Ergebnis einer Studie deutscher Ärzte über Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei Bundeswehrsoldaten, die im Afghanistan-Einsatz waren.
Die Studie wurde in der internationalen Ausgabe des "Deutschen Ärzteblatt" veröffentlicht. Bisher habe es keine Informationen darüber gegeben, wie häufig deutsche Soldaten traumatische Erlebnisse hätten. Laut Studie gerieten 85 Prozent der Soldaten mindestens einmal in eine traumatisierende Situation, meist seien es aber gleich mehrere solcher Situationen. Auslandseinsätze erhöhten die Wahrscheinlichkeit für eine PTBS um das Zwei- bis Vierfache. Die Ärzte schätzen auf Grundlage ihrer Daten, dass die Krankheit in 45 Prozent der Fälle unentdeckt bleibt.
PTBS äußert sich unter anderem durch Schlafstörungen und plötzliche Erinnerungen, die durch Gerüche, Geräusche oder andere Sinnesreize ausgelöst werden. Häufig entwickeln die Patienten zusätzlich eine Depression.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)