19. September 2012
Kilikien war eher so etwas wie das Hintertupfingen des römischen Reiches.
Die Provinz in Kleinasien - sie liegt heute im Süden der Türkei - war ein Randgebiet, ein bisschen abgelegen, gebirgig, schlecht zugänglich. Archäologen der Nebraska-Lincoln Universität und der Universität Erzurum haben jetzt einen Fund gemacht, der nach ihrer Ansicht zeigt, dass die römische Kultur dort doch sehr viel ausgeprägter vorhanden war, als bisher angenommen.
In der Nähe des Berges Kragos fanden sie ein Bodenmosaik von der Größe einer heutigen komfortablen Villen-Etage. Auf rund 150 Quadratmetern erstreckt sich das Kunstwerk, das wahrscheinlich mal den Eingang einer Badeanstalt zierte. Denn die Forscher fanden außerdem die Reste eines 7,5 Meter langen Schwimmbeckens.
Nach Angaben der Forscher ist sowohl Größe als auch Zustand der Anlage außergewöhnlich. Es könnte sich um das größte erhaltene Mosaik der Südtürkei handeln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)