19. September 2012

Klimawandel: Saharastaub als Meeresdünger?

Staub aus der Sahara könnte Einfluss auf den Klimawandel haben.

Diese These hat ein Wissenschaftler der Universität Bremen aufgestellt. Er begründet sie so: Der Saharastaub enthält viele Nährstoffe und Metalle. Wird er aufgewirbelt und landet im Meer, wirkt er wie ein Dünger für Algen und Plankton. Diese Mikroorganismen brauchen aber zusätzlich das Treibhausgas Kohlendioxid für ihren Stoffwechsel, das sie der Atmosphäre entziehen. Das könnte die Erwärmung der Erde verlangsamen. Pro Jahr werden den Angaben zufolge rund eine Milliarde Tonnen Staub der Wüste aufgewirbelt und von Winden fortgetragen.

Um dem Einfluss, den der Sahara-Staub auf den Klimawandel hat, auf die Spur zu kommen, sticht im Oktober ein Forschungsschiff in See, das quer über den Atlantik zehn Sedimentfallen auf dem Meeresboden verteilt. Anhand dieser Proben wollen die Wissenschaftler den Staubtransport und dessen Auswirkungen im Labor analysieren. Das Projekt wird vom Europäischen Forschungsrat gefördert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)