20. September 2012
Wer nicht weglaufen kann, muss sich anpassen. Die sesshaften Austern beherrschen das besonders gut. Sie kommen mit Temperaturschwankungen zurecht, mit verändertem Salzgehalt im Wasser und sogar mit Schwermetallbelastung. Wie Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten, verdankt die Auster diese Fähigkeit einem besonders umfangreichen Satz an Genen.
Eine internationale Forschergruppe hat das Genom des Weichtiers sequenziert. Nach ihren Ergebnissen sind rund 5.800 Gene der Auster an der Anpassung an die Umwelt beteiligt. Insgesamt habe sie rund 28.000 Gene. Die Anpassungsgene wurden nach Angaben der Wissenschaftler identifiziert, indem man die Austern verschiedenen Stressfaktoren wie Hitze oder verändertem Salzgehalt aussetzte und dann die Aktivität der einzelnen Gene aufzeichnete.
Laut Bericht ist das Genom von Weichtieren, zu denen zum Beispiel Muscheln und Schnecken gehören, bisher kaum erforscht. Die Wissenschaftler erhoffen sich grundlegende Erkenntnisse über die Evolution dieser Tiergruppe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)