20. September 2012
Möglicherweise handelte es sich um eine Zahnbehandlung gegen Schmerzen - möglicherweise war der Patient aber auch schon tot. Wissenschaftler berichten im Fachjournal "Plos One" von einer 6.500 Jahre alten Zahnfüllung. Sie haben einen Kieferknochen mit einem Zahn darin untersucht, der mit Bienenwachs gefüllt war. Dazu nutzten sie verschiedene Verfahren, unter anderem die Computertomographie. Nach ihren Erkenntnissen hatte die Füllung den Zweck, einen Riss im Zahnschmelz zu schützen.
Allerdings sei nicht mit Sicherheit zu sagen, ob die Füllung vor dem Tod oder nach dem Tod in den Zahn eingebracht wurde. Sollte sie davor gemacht worden sein, wäre sie einer der seltenen Hinweise auf urgeschichtliche Zahnmedizin, heißt es weiter. Andere Forscher hatten bereits Nachweise für 9.000 Jahre alte Bohrungen in Zähnen gefunden. Dass in der Vorgeschichte auch schon Zahnfüllungen gemacht wurden, war lange Zeit vermutet worden - Nachweise hatten bisher aber gefehlt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)