20. September 2012

Gebärdensprache sollte als Minderheitensprache anerkannt werden

Gehörlose verstehen sich als eigene Kulturgemeinschaft. Und deshalb wollen sie auch ihre Sprache offiziell als Minderheitensprache anerkennen lassen. Das sagte der Vorsitzende des Deutschen Gehörlosenbunds, Rudolf Sailer. Die Gebärdensprache stände dann in einer Reihe mit Nordfriesisch, Sorbisch oder Romani. Heute begannen in Erfurt die fünften Kulturtage der Gehörlosen. Die Veranstalter erwarten mehrere tausend Besucher. Dort stellen Wissenschaftler die aktuelle Forschung aus der Gebärdensprachlinguistik vor. Außerdem geht es um den Alltag Gehörloser und um ihr Leben in anderen Ländern sowie in der ehemaligen DDR.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)