20. September 2012
Da waren die Russen sehr vergesslich. Schon vor über vierzig Jahren hatten Wissenschaftler im nordsibirischen Popigai große Diamantreserven entdeckt. Die damalige Sowjetregierung erklärte die Entdeckung allerdings zum Staatsgeheimnis. Sie hatte festgelegt, dass die Industrie künstliche Diamanten produzieren sollte, obwohl die natürlichen zum Beispiel besser geeignet sind, um in Maschinen eingesetzt zu werden. Bis zum Ende der Sowjetunion gerieten die Diamantvorkommen in Popigai dann in Vergessenheit. Jetzt wird die Mine neu erkundet. Für Schmuck eignen sich die Diamanten dort zwar nicht, aber für die Industrie. Die Vorkommen sind möglicherweise so groß, dass sie die bisher bekannten weltweiten Reserven mehr als verdoppeln könnten. Allerdings ist die Mine nach Ansicht der Wissenschaftler schwer zu erschließen - der nächste Ort ist 400 Kilometer entfernt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)