20. September 2012

NRWs Bildungsministerin: Unis lassen zu viele Studenten durchfallen

Unis, an denen viele Studenten durchfallen, gelten schnell als besonders schwierig, vielleicht sogar als Elite-Unis. Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze vermutet dahinter eine gewisse Systematik. Sie hat den Hochschulen vorgeworfen, absichtlich zu viele Studienanfänger durchfallen lassen. In Düsseldorf sagte sie, teilweise sei es ein heimlicher Elite-Beleg, wenn Unis es schafften, viele in den ersten Semestern herauszuprüfen.

Zwar gehe es nicht darum, Qualitätsanforderungen zu senken. Die Universitäten müssten aber mehr Brückenkurse anbieten, um die Schulabgänger auf den erforderlichen Stand zu bringen.

Schulze will die Studienabbrecher-Quote um 20 Prozent senken. Derzeit liege die Quote in den Bachelor-Studiengängen bei durchschnittlich 28 Prozent. Außerdem soll der Anteil der Studierenden an Fachhochschulen steigen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)