21. September 2012
In unserem "Rückspiegel" schauen wir heute auf die Geschichte der Philippinen. Dort gab Präsident Ferdinand Marcos vor genau 40 Jahren (am 21. September 1972) bekannt, dass er das Kriegsrecht verhängt hat. Marcos war seit 1965 gewählter Präsident. Er unterstützte die USA im Vietnamkrieg, unter anderem ließ er sie Militärstützpunkte auf den Philippinen errichten. Innenpolitisch bekämpfte die Armee verschiedene kommunistische und muslimische Guerillagruppen. Schließlich schlug Marcos einen diktatorischen Kurs ein. In mehreren umstrittenen Wahlen ließ er sich immer wieder im Amt bestätigen. Das Kriegsrecht galt neun Jahre lang, bis 1981. Dadurch konnte Marcos Tausende seiner Gegner festnehmen lassen, spezielle Militärgerichte einrichten, die Medien kontrollieren lassen und Ausgangsverbote verhängen.
Bis 1986 hielt sich Marcos an der Macht. Wegen massiver Wahlfälschungsvorwürfe musste er aufs Amt verzichten. Er ging mit seiner Familie ins Exil nach Hawaii, wo er 1989 starb.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)