21. September 2012

Alzheimerkranke werden stigmatisiert

Jeder vierte Alzheimer-Patient hat seine Krankheit schon einmal verschwiegen - aus Angst vor Vorurteilen. 40 Prozent geben an, sich nicht in das Alltagsleben integriert zu fühlen. Diese Zahlen gehen aus dem Bericht zum heutigen Welt-Alzheimertag hervor. Darin wird die Stigmatisierung der Krankheit kritisiert. Mehr als jeder zweite Angehörige eines Demenz-Erkrankten stimmte der Aussage zu, dass mit Alzheimer sehr negative Assoziationen verbunden sind.

Die Organisation "Alzheimer Disease International" schlägt zehn Gegenmaßnahmen vor: Zum Beispiel sollten Regierungen die Gesellschaft besser informieren, Erkrankte müssten mehr am öffentlichen Leben teilhaben und in Stadtteilen oder Gemeinden sollten sie eigene Vertretungen haben.

Für den Bericht wurden 2.500 Menschen in 50 Ländern befragt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)