21. September 2012

ADHS: Forscher der Uni Würzburg belegen Einfluss eines Gens

Wenn Kinder das Aufmerksamkeitsdefizit ADHS entwickeln, sind schätzungsweise zu 70 bis 80 Prozent die Gene daran schuld. Doch welche genau? Viele stehen im Verdacht. Bei einem hat er sich nun in Experimenten mit Zebrafischen erhärtet: Es heißt Iphn3 und liegt auf Chromosom 4.

Wie die Universität Würzburg mitteilt, wurde das Gen in einer bestimmten Entwicklungsphase der Zebrafische blockiert. Das Ergebnis: Die Fischlarven schwammen schneller und weiter als "normale" und waren auch noch im Schlaf aktiv - ganz ähnlich wie bei Kindern, die unter ADHS leiden. Anschließend wurden die Larven mit einem Wirkstoff behandelt, der auch bei ADHS-Patienten erfolgreich eingesetzt wird. Und siehe da: Er wirkte auch bei den hyperaktiven Fischen.

Grund ist nach Ansicht der Forscher, dass Iphn3 indirekt die Produktion von Dopamin steuert - einem Botenstoff, der dafür zuständig ist, die Bewegungen des Körpers harmonisch ablaufen zu lassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)