21. September 2012

Radarüberwachung von Hummeln könnte Transportprobleme lösen

Normalerweise wird Radar eingesetzt, um Flugzeuge zu kontrollieren. Britische Forscher haben die Technik nun bei der Dunklen Erdhummel angewandt. Sie klebten den Insekten kleine Transponder mit Antennen auf den Rücken. Zusätzlich überwachten sie die Flugbahnen der Tiere mit Videoaufnahmen. Ziel war es herauszufinden, wie es den Erdhummeln gelingt, beim Sammeln des Blütenstaubs die kürzesten Wege zu nehmen. Denn dafür sind sie bekannt.

Das Ergebnis steht nun im Fachjournal "PLOS Biology": Demnach nutzen die Insekten eine Mischung aus try-and-error und stetigem Hinzulernen. Das, so die Forscher, sei zwar nicht ganz so effizient wie komplizierte Computerprogramme zur Berechnung von Wegstrecken, gehe aber deutlich schneller.

Mit ihrem Versuch wollten die Wissenschaftler Fortschritte beim sogenannten Problem des Handlungsreisenden machen. Das ist eine Fragestellung aus Informatik und Mathematik, bei der es darum geht, die Wegstrecke beim Reisen zwischen mehreren Zielen so kurz wie möglich zu halten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)