21. September 2012

Vorsitzender des Wissenschaftsrates fordert umfassendere Universitäts-Rankings

Ratings sollen eigentlich dabei helfen, die Wissenschaft zu verbessern. Vielleicht schaden sie der Wissenschaft aber einfach. Zuletzt hatten Wirtschaftswissenschaftler das Rating der Zeitung "Handelsblatt" kritisiert, weil dabei nur bewertet werde, wie viele Artikel ein Wissenschaftler veröffentlicht habe.

Wolfgang Marquardt, der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, findet: Ratings müssten die Realität besser abbilden, also mehr auf die Qualität der Forschung und auch der Lehre schauen. Im Deutschlandfunk sagte er, ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Forschung zu zahm werde. Forscher passten sich den Ratings schnell an: Statt sich auf gute Projekte zu konzentrieren, werde auf Masse produziert. Das laufe gegen die Absicht von Ratings, gute Forschung zu schaffen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)