21. September 2012
Viele europäische Sprachen erwartet der Tod im Internet. Wissenschaftlern zufolge werden mindestens 20 europäische Sprachen bald in der digitalen Welt nicht mehr vorkommen. Im Auftrag der EU hat das Wissenschaftler-Netzwerk "Meta" untersucht, wie europäische Sprachen bei Sprachtechnik-Software vertreten sind. Dabei geht es um Internetsuchen und Textprogramme; außerdem um Geräte, die mit Sprachbefehlen gesteuert werden oder Sprache ausgeben, wie zum Beispiel das Navi im Auto.
Die Forscher erwarten, dass solche Sprachfunktionen immer wichtiger werden - etwa, weil wir uns in Zukunft mit Geräten unterhalten. Untersucht wurde in der Studie jetzt, wie es um einzelne Sprachen bestellt ist. Das Ergebnis: Nur Englisch ist wirklich darauf vorbereitet. Besonders schlecht seien die Ergebnisse für Isländisch, Lettisch, Litauisch und Maltesisch. Deutsch hat demnach etwas besseren digitalen Rückhalt: Es landet im Mittelfeld hinter Spanisch und Französisch und ist gleichauf mit Niederländisch und Italienisch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)